Kontaktladen Kassel

Kontaktgruppe Hermannstraße e.V.


Kontaktladen in Kassel: Günstige gebrauchte Artikel
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.  10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00
Kunoldstraße 16 – 34131 Kassel (Wilhelmshöhe)


Kontaktladen in Kassel
Mo. bis Fr.  10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00
Kunoldstraße 16 – 34131 Kassel

DER VEREIN

Seit 1979 gibt es im Stadtteil  Bad Wilhelmshöhe den Kontaktladen. Entstanden  aus einer Kontaktgruppe des Diakonischen Werks für Menschen mit seelischen Problemen, hat sich der Laden im Laufe der Zeit unter der Leitung der 2009 verstorbenen Gründerin, Margret Muentzenberg, zu einer wichtigen und hoch angesehenen Anlaufadresse für  den Erwerb von „Second Hand-Ware“ entwickelt. Wir verkaufen nicht mehr benötigte Kleider und Gebrauchsgegenstände. Der gesamte Verkaufserlös kommt sozialen Projekten und Vereinen in Form von Spenden zugute. Die ca 70 Vereinsmitglieder arbeiten alle ehrenamtlich im Ladengeschäft.
Auszeichnung 1

Als Dank und zur Anerkennung wurde unserem Verein am 06.07.2019 die Ehrenplakette der Stadt Kassel verliehen.

Der Verein „Kontaktgruppe Hermannstraße e.V.“ besteht zur Zeit (2019) aus 69 Mitgliedern. Alle Vereinsmitglieder sind satzungsgemäß zur Arbeit im Ladengeschäft verpflichtet.

Er ist aus einem seit 1964 dem Diakonischen Werk angegliederten Arbeitsfeld – Hilfe und Betreuung für psychisch Kranke – hervorgegangen.  In diesem Arbeitsfeld engagierte sich seit mehreren Jahren Frau Margret Muentzenberg ehrenamtlich und brachte dort ihre einzelfall- und gruppentherapeutischen Kenntnisse vornehmlich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit ein. In der Folgezeit  widmete sich Frau Muentzenberg verstärkt der Arbeit mit psychisch gefährdeten, oft einsamen Menschen, die in vieler Hinsicht unterstützt wurden, beispielweise bei der Wohnungs- und Arbeitssuche.

Der Zusammenschluss von seelisch gesunden und kranken Menschen  war der erste in der Bundesrepublik Deutschland und hatte somit Modellcharakter. In dieser Gruppe in der Hermannstraße trafen sich Männer und Frauen aller Altersgruppen. Gesprächskreise für Frauen, für junge Menschen entstanden; es wurde gemeinsam musiziert, man malte, bastelte, wanderte oder traf sich zum Tee. Übergeordnetes Ziel aller Aktivitäten war immer, die Entwicklung der Persönlichkeit der einzelnen Gruppenmitglieder zu fördern und zu stärken.

Im Frühjahr 1979 entstand der Gedanke eine Kleiderannahme und –ausgabe zu initiieren und dazu einen Raum anzumieten. Über ein Zeitungsinserat wurde ein freier Laden in der Kunoldstraße 22 angemietet und parallel dazu fand die Vereinsgründung statt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – geringe Zahl von Mitarbeiterinnen im Ladengeschäft,  psychisch Kranke fühlten sich durch den Arbeitseinsatz überfordert, erste Kunden fast ausschließlich ausländische Mitbürger aus dem Stadtteil, die Spaltung der ursprünglichen Gruppe in Ladengeschäft und Teilnehmer der offenen Gruppenabende – stabilisierte sich der Verein wieder und begann das Ladengeschäft  auszubauen. Dadurch verlagerten sich die Gruppenaktivitäten immer stärker in die Kunoldstraße.

Das Sachspendenaufkommen nahm an Dynamik dermaßen zu, dass der Verein 2002 ein paar Häuser weiter in die Kunoldstraße 16 umzog. Dort waren die räumlichen Verhältnisse weit großzügiger.  Der Laden ist seither mit seinen extrem niedrigen Preisen für viele Menschen eine große Hilfe geworden. Unsere Kunden – Schüler, Studenten, sozial schwache Familien oder Menschen, die alternativ und ohne Beteiligung an unserer Überflussgesellschaft leben wollen – wissen das zu schätzen.

Die ursprüngliche Zielsetzung des Vereins lässt sich aufgrund der Entwicklung des Ladengeschäfts nicht mehr aufrechterhalten.